Die PROTOKOLLE

(oder: „Die Leiden des sachkundigen Bürgers“ nach Hunter S. Thompson)

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Als sachkundiger Bürger im Paderborner Schulausschuss will er eigentlich nur Politik von innen erleben. Doch bald sitzt er echten Politikern gegenüber, gerät in einen handfesten Skandal und findet sich als Angeklagter in der Presse wieder.

Ein Amoklauf nach Hunter S. Thompson

Niederschriften aus dem Schulausschuss

In der Paderborner Kommunalpolitik werden Transparenz und Sachverstand immer seltener. Diesem Trend möchten wir etwas entgegensetzen und an dieser Stelle einige der sowohl geistreichen wie auch mitreißenden „Protokolle“ aus dem Schulausschuss veröffentlichen.

In dieser Wahlperiode unter enormen Qualen entstanden, verschaffen sie Einblicke in die Gedankenwelt eines wahrhaft sachkundigen Bürgers.

In ihrer sprachlichen Gestaltung sind die „Protokolle“ so präzise und unterhaltsam, dass selbst trockenste Verwaltungsfragen und jedwedes verklausulierte politische Geplänkel auch für den Laien nachvollziehbar und spannend werden.


Die Hauptdarsteller

Leidenschaftliche Auseinandersetzungen, geheime Deals, Intrigen, Lügen und Skandale stehen im Ausschuss auf der Tagesordnung. Jedes Mitglied spielt dabei eine bestimmte Rolle. Die wichtigsten Figuren möchten wir kurz vorstellen.

Petra Tebbe, von den Grünen.

Wird immer mit „Sehr geehrte Frau Vorsitzende“ angesprochen und sitzt ganz vorne. Wenn man krank ist, muss man sich bei ihr entschuldigen.

Catharina Scherhans, von den Grünen.

Liest bei ihren Beiträgen viel ab. Versucht, die Dinge positiv zu sehen.

Christian Rörig, von der CDU.

Der ausgemachte Bösewicht im Ausschuss. Er weiß einfach alles und ist selbst unvorbereitet besser vorbereitet als alle anderen.

Manfred „Freddy“ Krugmann, von der SPD.

Redet mit Abstand am längsten. Ist immer sehr souverän und klingt fast schon wie ein richtiger Politiker.

Rainer Lummer, von FÜR.

Aggressiv, cholerisch, verbittert.

Alexander Lex, von der AfD.

In seinem Vornamen steckt bereits sein Nachname.


Die Protokolle


Werbe-ANZEIGE – eine Kurzgeschichte in Bildern

Noch nie hat mich eine Lektüre derart gepackt. Beim lesen stieg in mir eine ungeahnte Leidenschaft auf, dass ich meine Emotionen kaum im Zaum halten konnte. Eine brilliante Analyse des politischen Wahnsinns, verpackt in eine unverschämt unterhaltsame Form. Sprachlich präzise, inhaltlich gewagt und satirisch messerscharf. Ich musste sofort eine Anzeige für die Zeitung schreiben, so etwas darf und kann man der Öffentlichkeit schließlich nicht vorenthalten!

Rainer Lummer, FÜR Paderborn

How it started:

Huhu Mama, wir sind in der Zeitung!

Wir wehren uns gegen den verleumderischen Vorwurf eine Spaßpartei zu sein, wir sind ja nicht FÜR Paderborn! Smiley.

How it’s going:

Huhu Mama, wir sind wieder in der Zeitung!

Jetzt doch nicht verboten.


PRESSEMITTEILUNG


Paderborn, 7. August 2025

Strafanzeige gegen sachkundigen Bürger Carniel eingestellt – Keine strafrechtlich relevanten
Handlungen festgestellt


Die gegen unseren sachkundigen Bürger eingereichte Strafanzeige im Zusammenhang mit satirischen
Protokollen im Schulausschuss wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft mangels
Anfangsverdachts eingestellt. Die Begründung: Es liegt keine Straftat vor.

Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich. Sie bestätigt, dass Satire, Meinungsäußerung und
politische Zuspitzung – selbst wenn sie unbequem oder provokant sind – zum geschützten Kern der
demokratischen Debatte gehören.


Pierre Schelper, Fraktionsvorsitzender von Die PARTEI im Rat der Stadt Paderborn, wird deutlich:
„Mir wird speiübel, wenn Parteien über im Grundgesetz verankerte Rechte wie der Meinungs- und
Satirefreiheit bestimmen wollen – nur weil es für sie unbequem ist. Ich halte das ganz klar für diskurs-
und demokratieschädigend.“


Kevin Dierkes, Ratsherr und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, betont:
„Die Staatsanwaltschaft ist auf unserer Seite und gibt uns Recht. Das zeigt: Unser Vorgehen war
rechtmäßig.“


Der sachkundige Bürger im Schulausschuss Philip Carniel zeigt sich pädagogisch neutral:
„Ich stehe für eine Entschuldigung bereit und würde Herrn Lummer die Hand geben. Meine Arme sind
weiterhin offen“


Die von FÜR Paderborn vorgebrachten Vorwürfe, es handele sich bei unseren Texten um
„Hatespeech“, „Cybermobbing“ oder gar „demokratiefeindliches Verhalten“, weisen wir entschieden
zurück.
Satire ist keine Hetze, und zugespitzte Kritik ist kein Mobbing. Die Staatsanwaltschaft hat dies nun
bestätigt: Unsere Texte fallen eindeutig unter die verfassungsrechtlich geschützte Meinungs- und
Kunstfreiheit.


Wer komische Kritik als Angriff auf die Demokratie darstellt, missbraucht den Begriff der Demokratie.
Solche Verzerrungen kennen wir sonst nur von extremistischen Parteien. Erklärt Die PARTEI.
Die teilweise massiven Reaktionen aus Verwaltung und Lokalpolitik auf satirische Inhalte haben
deutlich gemacht, wie schnell Kritik in den Ruf nach Einschränkung übergeht. Dabei war und ist
politische Arbeit immer auch durch satirische Mittel geprägt – in voller Übereinstimmung mit dem
Grundgesetz.


Presseanfrage der Neuen Westfälischen vom 26.03.2025

NW: Welchen Zweck sollen die hochgeladenen „Protokolle“ zum Schulausschuss haben?

Sie sollen aus der Perspektive eines Bürgers aufzeigen, wie abgehoben und verstörend politische Prozesse auf ihn wirken können. Das wir damit so viel Aufmerksamkeit erzeugen, ist natürlich erfreulich. Danke dafür! So bekommt auch das vernachlässigte Thema Schule und Bildung wieder mehr Beachtung.

NW: Die Ratsfraktion FÜR Paderborn spricht in Zusammenhang dieser „Protokolle“ und des entsprechenden Beitrags auf Ihrer Internetseite von „Diffamierung, Beleidigung und Verleumdung etablierter Ratsvertreter, Verwaltungsmitarbeiter und von Expertinnen und Experten“. Was sagen Sie zu dieser Kritik?

Was die Ratsfraktion FÜR Paderborn sagt, interessiert uns nicht; sonst hätten wir bereits Anzeige erstattet, als Herr Hoppe uns am Samstag vor der Kommunalwahl 2020 als „Wichser“ beleidigt hat.

NW: Ratsherr Rainer Lummer hat eine Anzeige gegen Philip Carniel gestellt. Werden Sie darauf reagieren? Falls ja: Wie?

Wir geben uns verständnisvoll und werden erstmal nicht reagieren. Ob die Anzeige schlicht eine impulsive Reaktion war oder bereits den Wahlkampf einläuten soll, wissen wir nicht. Herr Carniel sagt dazu: „Meine Arme sind offen. Eine Entschuldigung würde ich akzeptieren.“
Alternativ haben wir bereits einen großen Meme-Vorrat angelegt und werden diesen bei passenden Gelegenheiten Herrn Lummer vorführen. Da wir seine Brillenstärke nicht kennen drucken wir sie auch besonders groß aus und schreiben einen pädagogischen Erklärtext dazu.

NW: Worin sehen Sie grundsätzlich die Aufgabe Ihrer Fraktion bei der Ratsarbeit?

In der Herstellung von Transparenz und Öffentlichkeit für die städtische Politik. Da die Besucher:innen-Plätze in den Sitzungen der Ausschüsse meistens gähnend leer bleiben möchten wir hiermit alle Leser:innen ihrer Zeitung zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am 9. April um 17 Uhr in der Stephanusschule einladen. Stühle nur so lange der Vorrat reicht!
Abschließen möchten wir die Antwort mit einem Zitat unseres Chefs, Martin Sonneborn, MdEP:
„Es gibt ja eigentlich nur vier, fünf Arten, um auf den alltäglichen Irrsinn zu reagieren: Alkoholismus, bewaffneter Widerstand, Politik, Satire.“


Nachsitzen im Schulausschuss: Das letzte Protokoll

Bekannt aus Zeitung und Rundfunk – Authentischer als die Hitlertagebücher!

+++ Das letzte Protokoll – hier!!! +++


Politbarometer

Umfragen, so wichtig!

Dank der Berichterstattung gingen unsere Klickzahlen durch die Decke und das Thema Schulausschuss ist endlich in aller Munde. Kontroverse ist gut, Kontroverse ist wichtig. Wir haben uns durch die Kommentarspalten der Republik gewühlt und geschaut, wie die gemeine Bevölkerung, also Sie dazu stehen.


Rezensionen zufriedener Leser:

Die Protokolle sind gonzopolitischer Aktivismus in Reinform: subjektiv, spöttisch, ungeschminkt. Sie dokumentieren nicht Macht, sie entlarven Macht. Wer politische Ernsthaftigkeit für ein schlechtes Theaterstück hält, findet hier das bessere Drehbuch.

ChatGPT, KI

Vergessen Sie all diese Scheiße, die Sie schon geschrieben haben, das ist es; das ist reines Gonzo. Wenn dies ein Anfang ist, machen Sie weiter.

Bill Cardoso, Scanlan’s Monthly

Ein professioneller Amoklauf.

Hunter S. Thompson

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