Als sachkundiger Bürger im Paderborner Schulausschuss will er eigentlich nur Politik von innen erleben. Doch schon bald sitzt er echten Politikern gegenüber, gerät in einen handfesten Skandal und findet sich als Angeklagter in der Presse wieder.
Während die Provinzpolitik zur Posse eskaliert, verliert er die Kontrolle – oder findet er darin gerade erst seine Stimme?
Was folgt, ist kein nüchterner Erfahrungsbericht, sondern ein wilder Ritt mitten durch die Kommunalpolitik: erzählt aus nächster Nähe, ungefiltert, überdreht und nah am Kontrollverlust. Zwischen WG-Küche, Doppelkopf-Abenden und Kneipenschlägereien kämpft der Protagonist mit Einsamkeit, Alkohol und Depression, während um ihn herum politische Empörung organisiert wird.
Die Provinzpolitik kippt endgültig in die Realsatire. Satirische Protokolle gelten plötzlich als Grenzüberschreitungen, Mitschriften als Angriffe auf Würde und Demokratie. Anzeigen folgen, die Presse dreht frei, politische Anträge sollen regeln, was man schreiben, fühlen und denken darf.
Was mit satirischen Schulausschuss-Protokollen begann, entwickelt sich zu Anzeigen, Empörungswellen, Presseartikeln und politischen Vorstößen – bis hin zum ernsthaften Versuch, Humor, Kritik und Transparenz administrativ einzudampfen.
Am 14.11.2025 stellte der Autor bei einer Lesung in der AKKA sein Buch „Die PROTOKOLLE – Fear and Loathing im Schulausschuss“ vor. Darin erzählt er die vollständige Geschichte hinter den Protokollen: vom naiven Einstieg in die Kommunalpolitik über den medialen Aufschrei bis hin zum Umgang von Politik und Presse mit Satire, Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit – persönlich, überzeichnet und bewusst jenseits jeder Neutralität.
Neben gelesenen Textpassagen berichtete der sachkundige Bürger offen aus dem Skandalbetrieb: über Anzeigenfreude, Pressearbeit, politische Empfindlichkeiten – und darüber, wie dünn die Haut wird, sobald jemand mitschreibt.
Erzählt ist das Buch als wilder Trip im Stil des Gonzo-Journalismus. Der Autor bleibt kein distanzierter Beobachter, sondern wird selbst Teil der Geschichte. Der Text folgt der Tradition von Hunter S. Thompson und dessen Klassiker Fear and Loathing in Las Vegas: maßlos, direkt und ohne Sicherheitsabstand.
Es handelt sich weder um einen Sachtext noch um ein klassisches Protokoll. Das Buch ist ein Bericht aus dem Inneren der Kommunalpolitik – roh, persönlich und näher am Kontrollverlust als an der nüchternen Niederschrift. Ohne jede Absicht, irgendwem zu gefallen.
Die ursprünglichen Schulausschuss-Protokolle sind weiterhin online abrufbar.
Das Buch liefert den Kontext, den Wahnsinn und alles, was zwischen Rathaus, Redaktion und Realität sonst lieber unter den Teppich gekehrt wird: https://www.die-partei-paderborn.de/die-protokolle/








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